Was ist Moderne Arbeit 4.0?

ZUSAMMENFASSUNG
Arbeit trifft Gehirn, Körper und Emotionen.
Welche Einblicke liefert die aktuelle Psychoneuroimmunologie? Wie kann die Arbeitswelt gemessen werden? Wen braucht es für ein Gelingen von guter Arbeit, um Produktivität und Innovation zu fördern und Entgeltfortzahlungen und Fluktuationen zu senken.

„Unternehmen, die versuchen den Arbeitsplatz als wichtigen Einflussfaktor für Gesundheitsbelastungen auszublenden, verkennen die Realitäten!“ – Joachim Bauer, Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut

 


 

Die Arbeit des Menschen ist eine ungeheure Ressource.

Menschliche Arbeit kann ein Betätigungsfeld unserer Kreativität sein, eine Quelle der Freude und des Stolzes, der Anerkennung und der sozialen Verbundenheit. Mehr noch: Was wir beruflich tun, kann ein wesentliches Element unserer persönlichen Identität ausmachen.

Die Merkmale von MODERNER ARBEIT 4.0 sind Beschleunigung, Verdichtung, Umgang mit ungeheurer Informationsflut, Fragmentierung der Arbeitsabläufe, Multitasking, hohe Anforderung an die Kommunikationsfähigkeit, massive Zunahme beruflich bedingten Pendelns, Ansprüche nach jederzeitiger Erreichbar- und Verfügbarkeit und eine – nur zu gut begründete – andauernde Angst um den Arbeitsplatz!

 

 

Arbeit trifft Gehirn.

Wenn Mensch und Arbeit sich begegnen, sind sowohl die physischen = körperlichen als auch die psychischen = seelischen Systeme des Menschen herausgefordert. Da sich physische und psychische Gesundheit nicht trennen lassen, kann ein psychisch bzw. neurobiologisch geschwächter Organismus auch keine körperlichen Leistungen erbringen.
Das sogenannte Motivationssystem ist eine für die Verrichtung von Arbeit fundamentale neurobiologische Struktur. Motivation beruht auf dem lateinischen Wort „movere“, welches „bewegen“ bedeutet. Motivation ist die Fähigkeit, sich mit dem Geist oder auch körperlich auf etwas zuzubewegen.
Weiteres ist das Empathie System eine Voraussetzung für das Gelingen der Arbeit. Der Begriff Empathie meint in der deutschen Sprache sowohl die Fähigkeit, sich in einen anderen Menschen einfühlen zu können, als auch die Bereitschaft, sich emotional an die Seite dieses anderen Menschen zu stellen.

 

 

2 Neuronale Stresssysteme.

Stress gehört zum Leben und ist zunächst nichts Schlechtes. Der Mensch – dies lässt sich schon bei Kindern beobachten – liebt Herausforderungen, allerdings nur dann, wenn sie sich bewältigen lassen. Eine schwierige Aufgabe gelöst zu haben führt zu Anerkennung, sowohl bei sich selbst – STOLZ – als auch bei anderen – BEWUNDERUNG. Herausforderungen sind daher eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Motivationssystem in Fahrt kommt.
Genau bei der BEHERRSCHBARKEIT einer gestellten Aufgabe liegt der Unterschied zwischen guten EUSTRESS oder schlechtem DISTRESS.

 

 

Was und wen braucht es nun?

Aus neurobiologischer Sicht ist es sinnvoll, wenn

  • MitarbeiterInnen Aufgaben haben, die sie herausfordern und bewältig bar sind
  • Aufgaben klar definiert sind.
  • MitarbeiterInnen konzentriert arbeiten können mit wenig Multitasking Arbeit.
  • Führungskräfte in kontinuierlichen – nicht zu dichten, nicht zu geringen - Kontakt mit ihren MitarbeiterInnen sind.
  • MitarbeiterInnen Rückmeldungen zu ihren Leistungen erhalten – kritisch ja, ausgrenzend oder gar demütigend nein.

 

Erfolgreiche ManagerInnen und UnternehmerInnen erkennen, dass die neurobiologischen Zusammenhänge eine immense Bedeutung haben und die bei der Berücksichtigung der physischen und psychischen Gesundheitsgrundsätze zu einer professionellen Beziehungsgestaltung und einem angstfreien Arbeitsklima für effektive und produktive Arbeit führen.


Quelle: Joachim Bauer, Arbeit – Warum sie uns glücklich oder krank macht, 2015

 

 

Für Sie zum Reflektieren

Wie sieht die Arbeitswelt in ihrem Unternehmen aus? Schon bei 4.0 angelangt?
Nützen Sie schon das Grundwissen der neurobiologischen Zusammenhänge für ihr Unternehmensklima?
Wieviel Kosten wollen sie für Entgeltzahlungen, Fluktuationen, Produktivitätseinbußen noch ausgeben bevor sie das Problem an der Wurzel lösen?
BGM – Betriebliches Gesundheitsmanagement ist der zukünftige strategische Rahmen im Unternehmen, um ganzheitliche Gesundheitsansätze wie Lebensführung, Ernährung, Bewegung und Entspannung miteinander zu verbinden. Ist corporate health, englischer Ausdruck für BGM – Betriebliches Gesundheitsmanagement, bei IHNEN, IHREM Unternehmen schon angekommen?
Wir bewirken Veränderung!

 

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